Gesundheitswochen

Expertentipp: Den Beckenboden stÀrken

Daniela Kisgen, Physiotherapeutin
18.12.2018

Gerade in der Schwangerschaft oder im Alter wird der Beckenboden stark beansprucht. Bei welchen Hinweisen sollte ich mir Rat suchen?

Treten Symptome wie z.B. gehĂ€ufte ToilettengĂ€nge, also mehr als 6-mal pro Tag oder plötzlich auftretender Harndrang auf, so ist eine Therapie in Form von KrĂ€ftigungsĂŒbungen unbedingt erforderlich. Dies ist ebenfalls angesagt, wenn die Trinkmenge vorsorglich reduziert wird beziehungsweise die Blase prophylaktisch entleert wird. BeckenbodenĂŒbungen wirken hier sehr positiv. Bei unkontrolliertem Harnverlust oder Stuhlverlust sollten Sie sich von einem spezialisierten, ausgebildeten Physiotherapeuten behandeln lassen, der eine Therapie nach Tanzberger anbietet.

Wie kann man die Beckenbodenmuskulatur im Alltag stÀrken?

Durch regelmĂ€ĂŸiges Training der Beckenbodenmuskulatur im Alltag können Sie selbst zu einer Verbesserung der Symptomatik beitragen. Die Trainingseinheiten sollten kurz, aber dafĂŒr mehrmals tĂ€glich durchgefĂŒhrt werden. Am besten lĂ€sst man sich Übungen zeigen, die der Problematik individuell angepasst werden können. Und auch die Entlastung des Beckenbodens tut gut und verbessert das Beschwerdebild. So sollten Sie z.B. auf eine aufrechte Haltung achten und beim Husten oder Niesen ĂŒber die Schulter nach hinten oben schauen.