Gesundheitswochen

Gesunde Schwangerschaft, gesunde Mutter: Wie das Klinikum Mutterhaus dabei hilft

05.12.2018

Dr. med. Gerd Lenninger, Ltd. Oberarzt GynĂ€kologie und Geburtshilfe // Klinikum Mutterhaus Mitte‹Dr. med. Anne-Marie Weber, Ärztliche Leiterin GynĂ€kologie und Geburtshilfe // Klinikum Mutterhaus Ehrang

Jede Geburt ist besonders und vielleicht weiß das niemand so gut wie Dr. med. Gerd Lenninger vom Klinikum Mutterhaus der BorromĂ€erinnen Mitte. Er war bei 8.400 Geburten dabei. Er hat die ersten Schreie gehört, die ersten Bewegungen gesehen. „Das ist ein Wunder!“ Gerd Lenninger arbeitet als Leitender Oberarzt in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Schon seit ĂŒber 33 Jahren beschĂ€ftigt er sich nicht nur mit Geburten, sondern auch mit Schwangerschaften. Und vor allem mit der Frage, wie die gesund verlaufen können.

ZunĂ€chst einmal gilt fĂŒr die gesamte Zeit: Keine Zigaretten, keinen Alkohol, keine Drogen. Auch Passivrauchen sollte zum Wohl des ungeborenen Kindes vermieden werden. „Das kann man nicht oft genug betonen.“ Bei der ErnĂ€hrung rĂ€t der Mediziner zu gesunder Mischkost, also ausreichend Obst, ausreichend GemĂŒse, nĂ€hrstoffreiche Mahlzeiten. Nur so kann sich das Kind im Mutterleib gut entwickeln. Auf rohe Kost – RohmilchkĂ€se, Sushi, Tartar – sollten die Frauen verzichten, um Infektionen zu vermeiden.

Überhaupt die ErnĂ€hrung. Schwangere Frauen sollten keine DiĂ€t halten, weil das Kind von den NĂ€hrstoffen abhĂ€ngig ist. Schwangere Frauen sollten aber auch nicht fĂŒr zwei essen. Dadurch steigt das Risiko, dass das Kind ĂŒbergewichtig zur Welt kommt, in spĂ€teren Jahren ĂŒbergewichtig wird oder an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt. GrundsĂ€tzlich gilt: Eine Gewichtszunahme von zwölf bis 15 Kilogramm ist vollkommen normal.

Das Klinikum Mutterhaus als kompetenter Ansprechpartner fĂŒr werdende MĂŒtter: in Mitte und in Ehrang
„WĂ€hrend der Schwangerschaft ist es wichtig, auf den Körper zu achten. Genauso wichtig ist es aber, etwas fĂŒr den Körper zu tun“, sagt Gerd Lenninger. Das kann vorbeugende Schwangerschaftsgymnastik sein oder ein Training der Beckenbodenmuskulatur. Schon ein halbstĂŒndiger Spaziergang am Tag wirkt sich positiv auf das Immunsystem der Mutter aus. Und auf ihr Wohlbefinden.

Aber natĂŒrlich ist nicht nur die Schwangerschaft eine besondere Phase, auch die Geburt des Kindes ist außergewöhnlich. Am Klinikum Mutterhaus steht deshalb ein hoch erfahrenes und kompetentes Team aus Geburtshelfern, Hebammen, spezialisierten KinderĂ€rzten und AnĂ€sthesisten bereit. Bereits in der 33. Schwangerschaftswoche freuen sich Lenninger und seine Kollegen auf einen ersten Besuch der werdenden Mutter. Gemeinsam besprechen sie, wie die Geburt verlaufen könnte. Mit oder ohne rĂŒckennahe AnĂ€sthesie? Mit oder ohne Akupunktur? Im Wasserbecken? „Wir beraten gerne und umfassend, aber die Frau entscheidet.“

Immer im Blick: Die Gesundheit des Kindes

FĂŒr den Mediziner sind aber nicht nur ihre WĂŒnsche wichtig, sondern auch der Befund des GynĂ€kologen. Leidet die Schwangere etwa an Schwangerschaftsdiabetes, wissen er und seine Kollegen, was zu tun ist. Sie stellen das Insulin der Mutter richtig ein. Sie holen das Kind zeitgerecht, sodass es gesund zur Welt kommt. Und auch auf FrĂŒhgeburten sind die Experten des Klinikums Mutterhaus bestens vorbereitet. Als einziges Haus in der gesamten Region hĂ€lt das Klinikum Mutterhaus in der Feldstraße die höchste Versorgungsstufe in der ‹Geburtshilfe vor. Soll heißen: Auf der Intensivstation können auch frĂŒhe FrĂŒhgeborene ganzheitlich versorgt werden. Das liegt nicht nur an der Expertise aller Beteiligten, sondern auch an der guten interdisziplinĂ€ren Zusammenarbeit zwischen GynĂ€kologie, PĂ€diatrie, Kinderchirurgie, AnĂ€sthesie, Pflege und Hebammen.

Die gute Zusammenarbeit kann Dr. med. Anne-Marie Weber auch am Standort Ehrang bestĂ€tigen. Sie ist ebenfalls FachĂ€rztin fĂŒr Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leitende Ärztin am Klinikum Mutterhaus Ehrang. In der Ehranger Geburtshilfe ist eine Geburt ab der 36+0 Schwangerschaftswoche möglich. Vertrauensvoll und zugewandt gibt sie den Frauen auch fĂŒr die Zeit nach der Schwangerschaft RatschlĂ€ge. Wenn die etwa emotional instabil sind aufgrund der Hormonumstellung. Wenn sie Probleme mit der Blase haben, weil der Beckenboden noch belastet ist und die RĂŒckbildungsgymnastik ansteht. „Wir wollen schließlich, dass es den Frauen immer gut geht: WĂ€hrend der Schwangerschaft, wĂ€hrend der Geburt – und natĂŒrlich auch danach.“ Darum kĂŒmmern sie und ihre Kollegen beider Standorte sich gerne gemeinsam.