Gesundheitswochen

Hoch prĂ€zise und maximal schonend – Im Klinikum Mutterhaus der BorromĂ€erinnen werden bei einer Vielzahl von Eingriffen High-Energy-Laser eingesetzt

29.12.2015

Der Tumor hat bereits gestreut, Metastasen haben die Leber befallen. Nun heißt es, rasch und prĂ€zise vorzugehen, um das noch gesunde vor bösartigem Gewebe zu schĂŒtzen und die Metastasen gezielt zu entfernen.

Im Trierer Klinikum Mutterhaus ist man fĂŒr solche Eingriffe bestens gerĂŒstet, denn in Triers grĂ¶ĂŸtem Krankenhaus kommen sogenannte High-Energy-Laser zum Einsatz. Die VorzĂŒge dieser Technik sind vielfĂ€ltig, wissen Gerd Seimetz, Leiter des Zentral-OP und sein Stellvertreter Armin SchĂ€fer zu berichten. So bieten diese Laser unter anderem die Möglichkeit, Tumore und Metastasen derart passgenau zu entfernen, dass hierbei das umliegende Gewebe nicht geschĂ€digt wird.

Gerade bei inneren Organen wie Lunge und Leber bietet der Laser ein besonders schonendes Verfahren, dem Krebs zu Leibe zu rĂŒcken; zumal diese nicht nur das Abtragen der bösartigen Tochtergeschwulste ermöglichen, sondern auch blutstillend sowie zum Versiegeln des Gewebes eingesetzt werden, berichtet Seimetz. Er und SchĂ€fer sorgen dafĂŒr, dass die insgesamt vier Hochleistungs-Laser, ĂŒber die das Mutterhaus aktuell verfĂŒgt, jederzeit einsatzbereit und in technisch einwandfreiem Zustand sind. Auch ist absolut gewĂ€hrleistet, dass alle Mitarbeiter, die im Zentral-OP tĂ€tig sind, die notwendigen Schutzvorkehrungen beachten. So mĂŒssen alle in den zwölf OP-SĂ€len des Mutterhauses eingesetzten Mitarbeiter bei einem Eingriff mit Laser spezielle Schutzbrillen tragen, die das Laserlicht herausfiltern, um etwaige SchĂ€digungen zu vermeiden. Das gesamte Team des Zentral-OP muss einmal jĂ€hrlich eine besondere Sicherheitsschulung durchlaufen, berichtet SchĂ€fer, der auch Laserschutzbeauftragter des Klinikums ist. SelbstverstĂ€ndlich werden auch die Patienten entsprechend geschĂŒtzt.

Um die Lasertechnik bei Lungen- oder Leberoperationen einsetzen zu können, ist ein Bauchschnitt zur Freilegung des Organs erforderlich, erst dann können die betroffenen Areale behandelt werden. Des Weiteren lassen sich mit dem Laser auch minimalinvasive Eingriffe durchfĂŒhren. Etwa bei der Entfernung von VerĂ€nderungen an den Stimmlippen, im Bereich des Kehlkopfes oder bei einer Teilentfernung der Mandeln bei Kindern.

Bei all diesen Verfahren wird ĂŒber vorhandene Körperöffnungen gearbeitet, in besagten FĂ€llen also ĂŒber den Mund. Alle Laser-Eingriffe, auch jene an den inneren Organen, sind fĂŒr den Patienten besonders schonend, denn sie bieten eine schnellere und sehr gute Wundheilung und damit auch eine zĂŒgigere Genesung. Zudem profitieren die Betroffenen davon, dass der Blutverlust deutlich geringer ist. Die Entwicklung immer leistungsfĂ€higerer Laser hat zudem die Heilungschancen bei zahlreichen bösartigen Erkrankungen deutlich erhöht.

Ob und in welchem Umfang die Laser-Technik zum Einsatz kommt, entscheidet der Arzt im konkreten Fall, betonen Seimetz und SchĂ€fer. So erfolgt immer eine AbwĂ€gung, ob nicht beispielsweise ein endoskopischer Eingriff mehr Erfolg verspricht. Im Vordergrund steht im Klinikum Mutterhaus der BorromĂ€erinnen immer, dem Patienten die fĂŒr seine Erkrankung und deren aktuelles Stadium optimale Therapie zu bieten. Bei Krebsleiden berĂ€t die interdisziplinĂ€re Tumorkonferenz des Klinikums und legt den Behandlungsweg fest; die High-Energy-Laser bieten hierbei eine wichtige Therapie-Option und Patienten wie Medizinern ganz neue Möglichkeiten. „Wir sind richtig gut aufgestellt und sorgen dafĂŒr, immer die aktuell modernste und beste Technik einzusetzen“, berichtet Gerd Seimetz.

Gerade auf dem Gebiet der High-Energy-Laser schreitet die Entwicklung stetig fort, wer hier immer auf dem Laufenden sein möchte, muss stets einen guten Überblick haben, weiß Armin SchĂ€fer. „Wir haben bereits sehr hohe QualitĂ€tsstandards, befinden uns jedoch weiterhin in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess“, sagt Seimetz. Schließlich geht es darum, dass die Patienten des Klinikums Mutterhaus der BorromĂ€erinnen an den rasanten Verbesserungen in der Laser-Technik partizipieren und von den neuen Möglichkeiten im Sinne einer besseren und schnelleren Gesundung profitieren.