Gesundheitswochen

Expertentipp von Dr. med. Oliver Kunitz

26.12.2015

Chefarzt der Abteilung AnÀsthesie und Intensivmedizin.

Wie gelingt eine individuelle Narkose?
Durch den Narkosearzt (AnĂ€sthesist) werden in einem VorgesprĂ€ch die Krankengeschichte des Patienten erhoben und Voruntersuchungen bewertet. Hierdurch kann das schonendste AnĂ€sthesieverfahren fĂŒr den Patienten ausgewĂ€hlt werden. WĂ€hrend der Operation ist der Narkosearzt fĂŒr die Überwachung und Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen des Patienten zustĂ€ndig.

Welche Nebenwirkungen können bei einer Narkose auftreten?
Die hĂ€ufigsten Nebenwirkungen sind postoperative Übelkeit und Erbrechen. Heute können durch den Einsatz moderner Narkoseverfahren und der Gabe von vorbeugenden Medikamenten AusprĂ€gung und HĂ€ufigkeit deutlich vermindert werden. Sehr schwere oder gar lebensbedrohliche Nebenwirkungen und Komplikationen sind ausgesprochen selten. NatĂŒrlich spielen hierbei individuelle Faktoren wie das Alter des Patienten, vorbestehende Erkrankungen und Art und Umfang der Operation eine wichtige Rolle. Generell kann man aber sagen, dass die Fahrt zum Krankenhaus gefĂ€hrlicher ist als die Narkose fĂŒr die Operation.