Gesundheitswochen

Gute Heilungschancen durch die Chirurgie

30.12.2014

Mit Hilfe der Chirurgie lassen sich zahlreiche Arten von Tumoren behandeln. Ohne die Chirurgie wĂ€re bei vielen Krebspatienten an eine Heilung nicht zu denken, weiß Professor Dr. med. Pan Decker, seit 2001 Chefarzt der Chirurgie 1 am Klinikum Mutterhaus der BorromĂ€erinnen. Er und sein 21-köpfiges Ärzteteam verfĂŒgen ĂŒber erstklassige Expertise und langjĂ€hrige Erfahrung in der chirurgischen Behandlung von Tumorpatienten. Trotz professioneller Routine und breitem Behandlungsspektrum widmen sich Professor Dr. med. Pan Decker und seine Abteilung jedem Patienten individuell und wĂ€hlen die fĂŒr ihn bestmögliche Therapieform.

Die Chirurgie kommt in der Krebsbehandlung vor allem bei der Entfernung von Tumoren der Lunge, der Leber, der BauchspeicheldrĂŒse, des Magen und Darmes und der Haut in Betracht. Je nach Stadium der Erkrankung und der Art des Tumors lĂ€sst sich eine Krebserkrankung heilen, ohne dass weitere, den Patienten zusĂ€tzlich belastende Therapien notwendig werden. „Beim Darmkrebs hilft in 50 bis 60 Prozent der FĂ€lle die alleinige Operation. Eine zusĂ€tzliche Chemotherapie oder Bestrahlung ist dann gar nicht notwendig.“
Dass sich die Heilungschancen durch die Chirurgie bei verschiedenen Tumoren in den vergangenen Jahren deutlich verbesserten, ist einerseits durch den Fortschritt in den Operationstechniken und andererseits durch technische Neu- und Weiterentwicklungen wie KlammernahtgerĂ€te, Ultraschallmesser, elektrische Schere und Laser bedingt. Mit diesen Instrumenten lĂ€sst sich prĂ€zise und gewebeschonend operieren. Auch der individuelle Chirurg hat einen wichtigen Einfluss auf das Ergebnis einer Operation. Insbesondere beim Enddarmkrebs zeigen dies große Studien: „Je versierter der Chirurg, desto grĂ¶ĂŸer die Aussichten, geheilt zu werden“, erlĂ€utert Professor Dr. med. Pan Decker. Ebenso wie beim Darm- und Enddarmkrebs spielt bei anderen Tumoren des Brust- und Bauchraumes sowie den Tumoren der Haut eine adĂ€quate chirurgische Entfernung eine wesentliche Rolle in der Behandlung.

Dank der Chirurgie zĂ€hlt der Dickdarmkrebs zu den am besten zu behandelnden Tumoren ĂŒberhaupt. Weil er Stufe um Stufe ĂŒber die Lymphbahnen streut, ist es notwendig, ĂŒber den Tumor hinaus auch die angrenzenden Lymphbahnen samt GefĂ€ĂŸen zu entfernen. „Wir entfernen damit Metastasen-Straßen (Tochterabsiedlungen der Tumore) und verhindern, dass der Krebs weiter streut“, erklĂ€rt der Mediziner. Doch auch wenn der Krebs schon gestreut hat, lĂ€sst sich der Dickdarmtumor – verglichen mit anderen Tumoren – relativ gut bekĂ€mpfen. Denn Absiedlungen dieses Krebses finden sich meist in Lunge und Leber und können auch dort oftmals gut chirurgisch entfernt werden.

Auch bei weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen spielt die Chirurgie eine wichtige Rolle, nÀmlich zur Verbesserung der LebensqualitÀt der Patienten. Etwa wenn aufgrund des Krebses die Nahrungsaufnahme nicht oder nur sehr eingeschrÀnkt möglich ist, oder die Verdauung nicht mehr funktioniert.

Als zertifiziertes onkologisches Zentrum und zertifiziertes Darmzentrum ist das Klinikum Mutterhaus bei der Behandlung von bösartigen Tumoren bestens aufgestellt und unterzieht sich jĂ€hrlich einer umfassenden QualitĂ€tsĂŒberprĂŒfung.
In welchem Stadium der Therapie die Chirurgie eingesetzt wird, wird von den Spezialisten aller Fachabteilungen interdisziplinĂ€r tĂ€glich in der Tumorkonferenz besprochen. Bisweilen geht einem chirurgischen Eingriff eine Chemo- oder Strahlentherapie voraus, um den Tumor zu verkleinern. „Wir halten im Mutterhaus alle wichtigen Fachrichtungen vor und stimmen uns intensiv miteinander ab, um unseren Patienten eine ganzheitliche Therapie zu bieten“, erlĂ€utert Professor Dr. Pan Decker und ergĂ€nzt: „In unserer Chirurgie steht der Patient, der mit modernsten Operationstechniken behandelt wird, immer im Mittelpunkt.“