Gesundheitswochen

FĂŒnf Tipps zum Thema Nichtrauchen

25.12.2014

Warum rauchen immer noch so viele Menschen?

Nikotinkonsum fĂŒhrt schnell zu körperlicher AbhĂ€ngigkeit: es entsteht ein körperliches Verlangen, das in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden gestillt werden will. Beim Rauchen erfolgt damit eine fast sofortige positive Konsequenz. Im Gehirn wird das Belohnungszentrum aktiviert. Viele erleben eine Entspannung, RĂŒckgang von Stress oder andere positive Wirkungen.

Was ist das SchÀdliche am Rauchen?
Der Tabakrauch enthĂ€lt neben dem Nikotin, einem Nervengift, viele weitere schĂ€dliche Stoffe. Dadurch erhöht sich das Krankheitsrisiko stark, besonders fĂŒr Krebserkrankungen (Lungen-, Blasenkrebs) und GefĂ€ĂŸerkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, „Raucherbein“). Rauchende MĂŒtter (und VĂ€ter) erleben hĂ€ufiger Komplikationen wĂ€hrend der Schwangerschaft, die Kinder sind bei Geburt kleiner und werden hĂ€ufiger krank.

Wann sollte man mit dem Rauchen aufhören?
SpĂ€testens beim Auftreten gesundheitlicher Beschwerden (Kurzatmigkeit, hĂ€ufige Atemwegsinfekte, Bluthochdruck) sollte man aufhören, auf jeden Fall sobald dies vom Arzt ausdrĂŒcklich geraten wird. Auch wenn man plant, schwanger zu werden bzw. spĂ€testens dann, wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird. Personen, die im Beruf eine Vorbildfunktion haben (z.B. Lehrer, Ärzte), sollten ebenfalls nicht rauchen.

Mit welchen Strategien kann man das Rauchen beenden?
Am wirksamsten legt man einen Tag fest, ab dem man gar nicht mehr raucht. Studien zeigen, dass diese „Schlusspunkt-Methode“ deutlich erfolgreicher ist als eine langsame Reduktion. Raucherent-wöhnungskurse können dabei helfen, sich ĂŒber Versuchungssituationen und Motive fĂŒrs Rauchen klar zu werden und gesunde Alternativhandlungen zu finden. Die UnterstĂŒtzung durch Andere macht das Aufhören leichter.

Wie kann man das Nichtrauchen weiter festigen?
Sich selbst zu belohnen kann einen Anreiz zum Nichtrauchen schaffen, z. B. wenn man jeden Tag des Nichtrauchens den gesparten Geldbetrag zur Seite legt und sich damit einen lange gehegten Wunsch erfĂŒllen kann. Aber auch das Registrieren positiver VerĂ€nderungen kann das Nichtrauchen festigen: besser riechen, mehr schmecken, die bessere Kondition und Fitness spĂŒren.

Raucherentwöhnungskurse geben Hilfestellung bei den beiden letztgenannten Punkten. Sie vermitteln Strategien, um das Rauchen zu beenden und dies auch durchzuhalten. Verhaltenstherapeutische Programme sind dabei sehr wirksam und anerkannt. Eine hohe Wirksamkeit haben auch hypnotherapeutische AnsÀtze, die gezielt die eigenen Ressourcen aktivieren und ein positives Bild des Nichtrauchens erlebbar machen.